1926 — Als Bochum plötzlich Pils trank
Als Moritz Fiege 1926 begann, ein Bier nach Pilsener Brauart zu brauen, war das im Ruhrgebiet alles andere als selbstverständlich. In den Kneipen und Zuhause wurde vor allem Export getrunken – kräftig, dunkel, vertraut. Ein herberes, helles Pils galt vielen eher als norddeutsche Besonderheit.
Unser MORITZ FIEGE Pils war deshalb nie einfach nur eine neue Biersorte. Es stand für eine Zeit im Aufbruch. Für Bochumerinnen und Bochumer, die nach der Schicht zusammenstanden, diskutierten, lachten und ihren Feierabend miteinander teilten.
Hundert Jahre später gehört genau dieses Pils immer noch fest zu unserer Heimat. Nicht, weil es immer gleichgeblieben ist, sondern weil es Bochum seit Generationen begleitet.
Zwischen Trümmern und Neuanfang
Der Zweite Weltkrieg hinterließ in Bochum tiefe Spuren. Auch unsere Brauerei an der heutigen Moritz-Fiege-Straße lag zu großen Teilen in Trümmern. Für viele Unternehmen bedeutete diese Zeit das Ende.
Bei MORITZ FIEGE entschied man sich fürs Weitermachen.
Und bis heute liegt darin ein Kern unserer Marke: Beständigkeit und ständige Weiterentwicklung – immer mit Zuversicht, immer offen für Ideen und immer für eine Überraschung gut.
Bochum, Bier und eine kleine Rivalität
Wer früher in Bochum unterwegs war, kannte die Diskussionen an der Theke genau: Fiege oder Schlegel? Unsere beiden Brauereien prägten über Jahrzehnte das Stadtbild und sorgten für eine Rivalität, die oft genauso liebevoll wie ernst gemeint war.
In Kneipen, auf Familienfeiern oder nach dem Fußball wurde diskutiert, welches Bier eigentlich zu Bochum gehört. Auch in Werbeanzeigen spielte man immer wieder mit diesem Konkurrenzgefühl – mal direkt, mal mit einem Augenzwinkern.
Während viele Brauereien später verschwanden oder Teil großer Konzerne wurden, blieb unsere Familienbrauerei Moritz Fiege eigenständig und immer eng mit seiner Heimatstadt Bochum verbunden.
»IN EINER WELT, DIE IMMER SCHNELLLEBIGER UND KOMPLEXER WIRD, BLEIBT FIEGE EINFACH FIEGE: EIN STÜCK HEIMAT, DAS GEFÜHL VON HALT UND GELEBTE VERBUNDENHEIT.«
Der Klang des Feierabends
Es gibt Geräusche, die man sofort erkennt. In Bochum gehört das Öffnen einer Bügelverschlussflasche von MORITZ FIEGE auf jeden Fall dazu.
Schon Ende der 1920er Jahre prägte der typische Bügelverschluss einmal unsere Bierspezialitäten von MORITZ FIEGE. Vor rund 25 Jahren die Rückkehr – der Bügelverschluss kam zurück zu MORITZ FIEGE.
Ein Bier aus Bochum
Viele Marken erzählen heute von Herkunft. Wir mussten das als traditionelle Bochumer Familienbrauerei nie erklären.
Unsere enge Verbundenheit zur Region war immer da. In den Kneipen. Im Stadion. Auf Stadtfesten. Oder einfach dort, wo Menschen miteinander Bier getrunken haben, wo gutes Bier gemeinsame Glücksmomente ermöglicht.
Bereits seit sechs Generationen liegt unsere Brauerei in Familienhand. Hier mitten im Zentrum von Bochum und dem Ruhrgebiet brauen wir seit 1878 mit viel Liebe und Leidenschaft unsere Bierspezialitäten.
Vielleicht spürt man genau das bei jedem frisch gezapften MORITZ FIEGE Pils: Es ist nicht einfach ein Pils. Sondern ein Stück Heimat, ein Stück Verbundenheit.
100 Jahre später
Carla Fiege und Hubertus Fiege
»WO FIEGE IST, SOLL MAN SICH WOHLFÜHLEN – GUT AUFGEHOBEN, IMMER WIE ZUHAUSE.«